Die Vorstudie «Kapazitätsausbau Olten – Aarau – Zürich» untersucht verschiedene Möglichkeiten zur nachhaltigen Entlastung der stark belasteten West-Ost-Achse im Mittelland sowie zur Erhöhung der Kapazitäten im bestehenden Bahnnetz. Im Zentrum steht dabei nicht nur eine neue Direktverbindung zwischen Aarau und Zürich, sondern ein breites Spektrum an Lösungsansätzen, die unterschiedliche Linienführungselemente kombinieren und miteinander vergleichbar machen. Ziel ist es, prioritäre, finanzierbare und etappierbare Massnahmen zu identifizieren, die schrittweise umgesetzt werden können und gleichzeitig langfristig kompatibel bleiben.
Die Vorstudie verfolgt bewusst einen offenen Variantenansatz: Neben der ursprünglich im Fokus stehenden Direktverbindung werden auch zahlreiche weitere Linienführungsvarianten geprüft, die eine flexiblere und stufenweise Entwicklung der Infrastruktur ermöglichen. Diese Anpassung des Studienauftrages erfolgte 2025 vor dem Hintergrund veränderter Rahmenbedingungen, insbesondere hinsichtlich Nachfrageprognosen, Finanzierungsanforderungen und der Notwendigkeit, Engpässe rasch zu beheben. Dadurch wurden auch Szenarien ohne die Direktverbindung Aarau–Zürich in die Analyse einbezogen, um ein möglichst breites und belastbares Entscheidungsfundament zu schaffen.