Das Projekt «Rangieren mit TMS (RmTMS)» verfolgt ein etappiertes Vorgehen zur schrittweisen und risikominimierenden Digitalisierung des Rangierprozesses, wobei die Umsetzung in der digitalen Solution Trassen (DSO TRS) in definierten Umsetzungsschritten (UmS) erfolgt.
Das gestaffelte Vorgehen bietet ausreichend Zeit, um die Akzeptanz bei allen Beteiligten sicherzustellen und Prozesse flexibel anpassen zu können. Gleichzeitig ermöglicht es die schrittweise Einführung neuer Technologien und Prozesse, wodurch Risiken bei Entwicklung und Implementierung minimiert werden.
Was im Umsetzungsschritt «Live-Test» erreicht wurde.
Im Umsetzungsschritt „Live-Test“ wurden die zentralen Funktionen von Rangieren mit TMS unter realen Bedingungen getestet. Dabei ging es nicht nur um die technische Umsetzbarkeit, sondern auch um das Zusammenspiel von Prozessen, Rollen und betrieblichen Rahmenbedingungen. So konnten wichtige Erkenntnisse gewonnen und die Grundlage für die nächsten Umsetzungsschritte geschaffen werden.
Ziele vom nächsten Umsetzungsschritt «Pilotbetrieb».
Diese Phase dient dazu, die technische Funktionalität sowie die organisatorischen Abläufe zu erproben und schrittweise auf den kommerziellen Betrieb vorzubereiten. Im Pilotbetrieb steht dabei im Vordergrund, zu testen, wie sich die Überführung in einen praxistauglichen Alltag gestalten lässt. Rangierfahrten werden digital erfasst, im System geplant und für die beteiligten Stellen nachvollziehbar dargestellt. Ziel ist es zu prüfen, inwieweit sich dadurch ein einheitlicherer, transparenterer und effizienterer Ablauf zwischen Eisenbahnverkehrsunternehmen und Betriebszentrale erreichen lässt.
Es ist dabei Teil des Pilotbetriebs, dass einzelne Abläufe, Zuständigkeiten und Vorschriftenanpassungen zunächst noch erprobt und gemeinsam weiterentwickelt werden. Der Pilot schafft den Raum, solche Punkte frühzeitig zu erkennen und zu schärfen, bevor der Übergang in den kommerziellen Betrieb erfolgt.
Das Ableiten von geplanten Rangierfahrten ist nicht Bestandteil vom Pilotbetrieb.
Der Pilotbetrieb wird an folgenden Betriebspunkten durchgeführt, um die neuen Prozesse unter realen Bedingungen zu testen und zu optimieren:
- Biel Produktionsanlage Ost
- Givisiez Dépôt
- Hunzenschwil
- Luzern (in begleiteten Testfenstern)
- Spiez
- St. Gallen Haggen
- Ziegelbrücke
Erster Automatisierungsgrad mit dem Umsetzungsschritt «automatisierte Rangierabläufe».
In einem nächsten Schritt soll ein erster, gezielt ausgebauter Automatisierungsgrad erreicht werden. Rangierbedarfe können aus der bereits heute bestehenden Planung abgeleitet, Bestellungen weiter vereinfacht und automatisierte Freigaben in dafür geeigneten Bereichen automatisch ermöglicht werden. Damit werden Abläufe weiter standardisiert und manuelle Schritte reduziert. Zusätzlich können Leitstellen von Eisenbahnverkehrsunternehmungen in die Planung von Rangierfahrstrassen eingebunden werden.
Weitere Umsetzungsschritte in Planung
Danach folgen weitere Umsetzungsschritte, in denen Rangieren mit TMS schrittweise ausgebaut, stärker integriert und weiterentwickelt wird. Themen wie die gemeinsame Planung von Zug- und Rangierfahrten oder die systemische Konflikterkennung gehören zu späteren Ausbaustufen.